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Johanna Benedik

geboren am 18. Oktober 1875 in Kühlsheim, Baden-Württemberg, Deutschland
ermordet am 14. Mai 1943 in der deutschen Mordstätte Sobibor

Familie

Ehemann Jacob Benedik geboren am 27. Januar 1870 in Schimmert, Niederlande ermordet am 14. Mai 1943 in der Mordstätte Sobibor Tochter Selma Benedik geboren am 25. Juni 1900 in Beek, Niederlande ermordet am 11. Dezember 1942 im deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau Sohn Leo Benedik geboren am 25. Januar 1902 in Beek, Niederlande deportiert am 28.8.1942 ins Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau gilt mit Datum 30. April 1943 als verschollen in Mitteleuropa Tochter Bertha Benedik geboren am 4. Juli 1903 in Beek, Niederlande ermordet am 19. November 1943 in Auschwitz-Birkenau Sohn Alfred Benedik geboren am 18. Juli 1911 in Beek, Niederlande gestorben 1974 in Sittard, Niederlande

Lebensdaten

1875 Geburt in Kühlsheim 1899 Heirat mit Jacob Benedik 1900 Geburt der Tochter Selma 1902 Geburt des Sohnes Leo 1903 Geburt der Tochter Bertha 1911 Geburt des Sohnes Alfred 1943 Verschleppung in das Konzentrationslager Vught/NL 1943 Verschleppung nach Westerbork 1943 Deportation und Ermordung in Sobibor
Porträtfoto
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Jacob Benedik, Johannas Ehemann


Porträtfoto

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Der Gedenkstein für Johanna und Jacob Benedik


Biografie

Johanna Bruckheimer wurde am 18. Oktober 1875 in Kühlsheim, Baden-Württemberg, geboren. Sie heiratete 1899 den Kaufmann Jacob Benedik im niederländischen Beek. Das Ehepaar bekam vier Kinder: Selma (1900), Leo (1902), Bertha (1903) und Alfred, genannt Fred, (1911).




Verfolgung und Deportation

Im August 1942 erfolgte ein Aufruf an alle Jüdinnen und Juden in der Provinz Limburg, die jünger als 60 Jahre alt waren, sich am 25. August in Maastricht zu melden. Dies betraf Jacob und Johanna zunächst nicht, wohl aber ihre Kinder. Während Fred mit Hilfe von Freunden untertauchte, folgte Leo dem Aufruf. Er wurde nach Schlesien deportiert, wo er Zwangsarbeit verrichten musste. Er starb 1943 an einem unbekannten Ort, taucht allerdings anderen Quellen zufolge auch in den Sterbebüchern von Auschwitz auf – mit dem Datum der Ermordung 30. April 1943.


Tochter Bertha wurde mit ihrem Ehemann Joseph Sassen und den beiden Kindern Jaques und Carla im November 1942 bei einer großen Verhaftungswelle in der Provinz Limburg aufgegriffen und nach Westerbork verschleppt. Während der Vater Zwangsarbeit in Schlesien verrichten musste, die 1944 zu seinem Tod führte, wurden die restlichen Familienangehörien nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort wurden sie am 18. November 1942 ermordet.

Selma Benedik heiratete 1926 Abraham Niekerk, der seinen Lebensunterhalt als Büroangestellter verdiente. Das kinderlose Paar wurde 1941 gezwungen, Beek zu verlassen und in das Jüdische Viertel in Amsterdam umzuziehen. Dort wurden sie im Herbst 1942 verhaftet und über Westerbork am 8. Dezember in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort wurden sie am 11. Dezember 1942 ermordet.


Fred überlebte als einziges Kind Krieg und Verfolgung.




Johanna und Jacob

1943 gab es in der Provinz Limburg nur noch alte Jüdinnen und Juden. Jacob und Johanna Benedik hatten erlebt, dass alle ihre Kinder und Enkelkinder bis auf Leo verschleppt worden waren. Sie selbst wurden am 8. April 1943 in das Konzentrationslager Vught verbracht, einen Monat später nach Westerbork.


Das „Polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork“ diente als Konzentrationslager in Vorbereitung der Deportationen v.a. der jüdischen Flüchtlinge und niederländischen Jüdinnen und Juden in die Vernichtungslager. Von hier wurden zwischen 1942 und 1944 insgesamt 107.000 Jüdinnen und Juden in den Osten verschleppt – 19 Transporte mit über 34.000 Menschen verließen Westerbork mit dem Ziel Sobibor.


Jacob und Johanna Benedik wurden am 11. Mai 1943 in die Mordstätte Sobibor deportiert und dort am 14. Mai ermordet.


Von der kleinen jüdischen Gemeinde in Beek wurden acht Familien ermordet, zwölf überlebten in Verstecken.




Verwendete Dokumente und Literatur

Website des Archivs ITS Arolsen

Website Joods Monument 

Website Stichting Sobibor

van Reens, Herman, Verfolgung in Limburg. Juden und Sinti in der Provinz Limburg zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, Hilversum 2013




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