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Rivka Cukierman

geboren 1937 in Kurów, Woiwodschaft Lublin, Polen
ermordet im Mai 1942 in Sobibor

Familie

Vater: Hershel Cukierman (Harry Tzukerman) geboren am 15. April 1893 in Kurów, Woiwodschaft Lublin, Polen gestorben 1979 Irvington, New Jersey, USA Mutter: Sara Cukierman geboren 1902 in Kurów, Woiwodschaft Lublin, Polen ermordet im Mai 1942 in Sobibor Bruder: Josef Cukierman geboren am 26. Juni 1930 in Kurów, Woiwodschaft Lublin, Polen gestorben am 15. Juni 1963 in Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland Bruder: Baruch Cukierman geboren 1937 in Kurów, Woiwodschaft Lublin, Polen ermordet im Mai 1942 in Sobibor Schwester: Khanale Cukierman geboren 1936 in Kurów, Woiwodschaft Lublin, Polen ermordet im Mai 1942 in Sobibor

Lebensdaten

1937 Geburt in Kurów 1939 Umzug nach Wólka Kątna 1941 Verschleppung in das Ghetto Opole Lubelski 1942 Deportation nach Sobibor und Ermordung
Porträtfoto
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Vater Hersz und Bruder Josef Cukierman, Foto kurz nach dem Krieg


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Biografie

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Rivka Cukierman wurde 1937 in Kurów geboren. Sie hatte drei Geschwister: Die beiden älteren Brüder Josef (1930) und Baruch (1935) sowie ihre Schwester Khanale (1936). Ihre Eltern Sara und Hershel Cukierman wohnten mit ihrer Familie in Kurów, wo ihr Vater als fahrender Händler in den umliegenden Gemeinden seine Waren verkaufte.




Besatzung, Verschleppung und Deportation

Der Überfall der Deutschen Wehrmacht auf Polen im September 1939 führte zunächst dazu, dass das Dorf, in dem sie lebten, bombardiert wurde. Die Familie musste in das nur wenige Kilometer entfernte Wólka Kątna umziehen.
In den folgenden Jahren wurden nach und nach die antijüdischen Repressionen spürbar, die im Jahre 1941 dazu führten, dass die Familie in das Ghetto Opole Lubelski verschleppt wurde. Dort lebten auf engstem Raum etwa 100.000 Menschen. Im März 1942 begannen die ersten Deportationen in das Vernichtungslager Belzec. Im Mai 1942 erfolgte eine weitere Deportation in das Mordlager Sobibor. Zu den 2.000 Deportierten gehörte auch die Familie Cukierman. Sie wurden zunächst in das dreissig Kilometer entfernte NaƗęczów verschleppt, die Männer zu Fuß, die Frauen und Kinder auf Fuhrwerken. Vom dortigen Bahnhof aus wurden sie in Viehwaggons nach Sobibor transportiert.
Bei der Ankunft an der Rampe des Vernichtungslagers wurde die Familie getrennt. Die fünfjährige Rivka, ihre Mutter Sara und die beiden sieben- und  sechsjährigen Geschwister Baruch und Khanale wurden in die Gaskammern gebracht und ermordet.




Das Schicksal von Vater Hershel und ihrem Bruder Josef

Josef und sein Vater mussten zunächst im Lager I in Sobibor warten. Als einer der SS-Männer nach einem Koch fragte, meldete sich Hershel Cukierman und bat darum, seinen 12-jährigen Sohn als Gehilfen mitzunehmen, was ihm erlaubt wurde. Beide arbeiteten anderthalb Jahre im Lager, Hershel als Koch, Josef in der Kantine der SS und als Schuhputzer für die Aufseher.
Beim Aufstand in Sobibor im Oktober 1943 gelang beiden die Flucht aus dem Lager, sie schlugen sich bis zu ihrem Heimatort Kurów durch. Dort konnten sie sich gegen Bezahlung bei ihnen bekannten polnischen Bauern verstecken. Josef schloss sich 1944 der Partisanenbewegung an.
Nach dem Krieg trafen sich Vater und Sohn in Lublin wieder. Sie gingen später zusammen nach Ƚódż und weiter nach Deutschland. Beide sagten in Prozessen gegen die Verbrecher von Sobibor aus. Hershel, der in den 1950er Jahren in die USA ausgewandert war, kam 1965 kurzzeitig als Zeuge zum Hagener Sobiborprozess nach Deutschland zurück. Josef wohnte in Karlsruhe, wo er im Juni 1963 starb. Sein Vater starb 1979 in New Jersey.




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Verwendete Dokumente und Literatur

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