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12. Juni 2026

  • 12. Juni
  • 1 Min. Lesezeit

Schülerinnen und Schüler aus Zamość und Włodawa erinnerten an die letzten Gefangenen der Mordstätte Bełżec, die im Juni 1943 in Sobibor getötet wurden.

Die Veranstaltung Der gemeinsame Besuch in Sobibór begann mit einem Rundgang über die Gedenkstätte sowie einer Führung durch die Museumausstellung.

Im Anschluss versammelten sich die SchülerInnen im Gedenkweg an dem Stein für die letzten Gefangenen von Bełżec und gedachten ihnen.

Die etwa 300 Gefangenen die bis zum Schluss bei den Abbruch- und Aufforstungsarbeiten in Bełżec eingesetzt waren, wurden am 26. Juni mit einem Zug nach Sobibor gebracht.

Die Ankunft des Zuges in Sobibor blieb den Gefangenen dort eindrücklich in Erinnerung. Obwohl sie selbst in ihren Baracken eingeschlossen waren, nahmen sie wahr, wie die Ankommenden sich weigerten, aus den Waggons zu steigen, und die Deutschen zu attackieren versuchten. Unter anderem erinnerte sich der Sobibor-Überlebende Thomas Toivi Blatt an die Ankunft des Zuges. Er berichtete, dass sie in ihren Baracken die Schüsse gehört hätten, mit denen die Ankommenden getötet wurden. Aus dem Inhalt der Zettel, die sie später in den Kleidern der Toten fanden, konnten sie ersehen, dass es die Gefangenen aus Bełżec waren. Auf den Zetteln stand, ihnen sei erzählt worden, dass sie nach Deutschland gebracht würden. In ihren Waggons gab es Tische, und sie hatten für drei Tage ihre Brotverpflegung, Wodka und Konserven erhalten. Sollten ihre Zettel gefunden werden, so schrieben sie, wäre dies der Beweis, dass sie getäuscht wurden. „Traut den Deutschen nicht“, forderten sie die Gefangenen in Sobibor auf. Sie sollten Rache nehmen. Die Botschaft der Gefangenen aus Bełżec und ihr Angriff auf die Deutschen stärkte den Widerstandswillen in Sobibor.




 
 
 

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