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Veranstaltungen (3)
- 7. November 2023 | 14:00Żłobek 101, 22-200 Włodawa, Polen
- 12. Februar 2023 | 13:00Żłobek 101, 22-200 Włodawa, Polen
- 31. Oktober 2023 | 09:00Żłobek 101, 22-200 Włodawa, Polen
Blogbeiträge (12)
- 12. Juni 2026
Schülerinnen und Schüler aus Zamość und Włodawa erinnerten an die letzten Gefangenen der Mordstätte Bełżec, die im Juni 1943 in Sobibor getötet wurden. Die Veranstaltung Der gemeinsame Besuch in Sobibór begann mit einem Rundgang über die Gedenkstätte sowie einer Führung durch die Museumausstellung. Im Anschluss versammelten sich die SchülerInnen im Gedenkweg an dem Stein für die letzten Gefangenen von Bełżec und gedachten ihnen. Die etwa 300 Gefangenen die bis zum Schluss bei den Abbruch- und Aufforstungsarbeiten in Bełżec eingesetzt waren, wurden am 26. Juni mit einem Zug nach Sobibor gebracht. Die Ankunft des Zuges in Sobibor blieb den Gefangenen dort eindrücklich in Erinnerung. Obwohl sie selbst in ihren Baracken eingeschlossen waren, nahmen sie wahr, wie die Ankommenden sich weigerten, aus den Waggons zu steigen, und die Deutschen zu attackieren versuchten. Unter anderem erinnerte sich der Sobibor-Überlebende Thomas Toivi Blatt an die Ankunft des Zuges. Er berichtete, dass sie in ihren Baracken die Schüsse gehört hätten, mit denen die Ankommenden getötet wurden. Aus dem Inhalt der Zettel, die sie später in den Kleidern der Toten fanden, konnten sie ersehen, dass es die Gefangenen aus Bełżec waren. Auf den Zetteln stand, ihnen sei erzählt worden, dass sie nach Deutschland gebracht würden. In ihren Waggons gab es Tische, und sie hatten für drei Tage ihre Brotverpflegung, Wodka und Konserven erhalten. Sollten ihre Zettel gefunden werden, so schrieben sie, wäre dies der Beweis, dass sie getäuscht wurden. „Traut den Deutschen nicht“, forderten sie die Gefangenen in Sobibor auf. Sie sollten Rache nehmen. Die Botschaft der Gefangenen aus Bełżec und ihr Angriff auf die Deutschen stärkte den Widerstandswillen in Sobibor.
- 18. Mai 2026
SchülerInnen aus Włodawa, Freiwillige vom Polin, dem Museum der Geschichte der polnischen Juden aus Warschau, und Angehörigen der Familie Weiler aus Deutschland haben gemeinsam vier neue Gedenksteine aufgestellt. Die Veranstaltung In der ehemaligen Synagoge von Włodawa wurden die Biografien der Familien Huberman und Brandstätter vorgestellt. Beide Familien lebten in Włodawa und wurden im Oktober 1942 in das zehn Kilometer entfernte Sobibór verschleppt. Anschließend stand das Schicksal der Familie Biskubicz im Mittelpunkt. Sie lebte in Hrubieszów. Die Eltern mit ihren zwei Kindern sowie eine Großmutter wurden im Juni 1942 nach Sobibór verschleppt. Der Sohn Jakob wurde zur Arbeit in der Mordstätte bestimmt und konnte am 14. Oktober beim Aufstand der Gefangenen fliehen. Sein Sohn Yecheal hatte für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung einen Brief geschrieben, der verlesen wurde. Im Anschluss erzählten Angehörige der Familie Weiler aus Deutschland von ihrer Großtante Lina Weiler, die im Juni 1942 in Sobibór ermordet wurde. Leib, Pearl, Jakub, Hinde Biskubicz und Großmutter Chana Sarah Szer, 1938 in Hrubieszów. Auf dem Weg nach Sobibor machten die TeilnehmerInnen Station auf dem Sportplatz von Włodawa. Dort wurden im Oktober 1942 etwa 5.000 Jüdinnen und Juden aus Włodawa und Umgebung zusammengetrieben und nach Sobibor verschleppt. Schülerinnen aus Włodawa haben einen Bericht von Sara Lustigman vorgelesen. Sie gehörte mit ihrer Schwester zu den Versammelten auf dem Sportplatz. Im Gedenkweg in Sobibor wurden die Steine für die Familien Huberman, Brandstätter, Biskubicz sowie Lina Weiler aufgestellt.
- Bildungsreise nach Sobibór
19. September - 26. September 2026 Seit 1998 organisiert das Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V. eine jährlich stattfindende Bildungsreise zu den Mordstätten der „Aktion Reinhardt“ – Belzec, Sobibor, Treblinka. Geprägt wird diese Bildungsreise durch den Besuch der ehemaligen Mordstätten der „Aktion Reinhardt“. Gemeinsame Rundgänge und die Möglichkeit, das Terrain individuell wahrzunehmen, ermöglichen zum einen ein Kennenlernen der Topografie und der Geschichte der Mordlager, zum anderen aber auch die Umgebung persönlich aufzunehmen und zu erfahren. Thematisiert wird auch die Geschichte und Bedeutung der sogenannten Aktion Reinhardt bei der etwa 1,8 Millionen Jüdinnen und Juden zwischen März 1942 und November 1943 ermordet wurden. Die Frage nach den Täter*innen, den Mitwisser*innen und Zuschauer*innen begleitet uns während der Bildungsreise. Die große Zahl der Mitwisser*innen und Zuschauer*innen beim Mord an der jüdischen Bevölkerung stellt die Frage der Schuld nicht nur mit Blick auf die direkten Täter. Wir stellen uns darüber hinaus die Frage, wie und wo die Menschen vor ihrer Ermordung lebten und wie die Jahre der deutschen Besatzung ihre Lebenswelt veränderte. Mehr Informationen zu der Bildungsreise können sie lesen: https://bildungswerk-ks.de/reise/mordstatten-der-aktion-reinhardt/
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- Benedik, geborene Bruckheimer | Gedenkweg in Sobibor
< zurück vorherige Johanna Benedik geboren am 18. Oktober 1875 in Kühlsheim, Baden-Württemberg, Deutschland ermordet am 14. Mai 1943 in der deutschen Mordstätte Sobibor Familie Ehemann Jacob Benedik geboren am 27. Januar 1870 in Schimmert, Niederlande ermordet am 14. Mai 1943 in der Mordstätte Sobibor Tochter Selma Benedik geboren am 25. Juni 1900 in Beek, Niederlande ermordet am 11. Dezember 1942 im deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau Sohn Leo Benedik geboren am 25. Januar 1902 in Beek, Niederlande deportiert am 28.8.1942 ins Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau gilt mit Datum 30. April 1943 als verschollen in Mitteleuropa Tochter Bertha Benedik geboren am 4. Juli 1903 in Beek, Niederlande ermordet am 19. November 1943 in Auschwitz-Birkenau Sohn Alfred Benedik geboren am 18. Juli 1911 in Beek, Niederlande gestorben 1974 in Sittard, Niederlande Lebensdaten 1875 Geburt in Kühlsheim 1899 Heirat mit Jacob Benedik 1900 Geburt der Tochter Selma 1902 Geburt des Sohnes Leo 1903 Geburt der Tochter Bertha 1911 Geburt des Sohnes Alfred 1943 Verschleppung in das Konzentrationslager Vught/NL 1943 Verschleppung nach Westerbork 1943 Deportation und Ermordung in Sobibor nächste Jacob Benedik, Johannas Ehemann Der Gedenkstein für Johanna und Jacob Benedik Biografie Johanna Bruckheimer wurde am 18. Oktober 1875 in Kühlsheim, Baden-Württemberg, geboren. Sie heiratete 1899 den Kaufmann Jacob Benedik im niederländischen Beek. Das Ehepaar bekam vier Kinder: Selma (1900), Leo (1902), Bertha (1903) und Alfred, genannt Fred, (1911). Verfolgung und Deportation Im August 1942 erfolgte ein Aufruf an alle Jüdinnen und Juden in der Provinz Limburg, die jünger als 60 Jahre alt waren, sich am 25. August in Maastricht zu melden. Dies betraf Jacob und Johanna zunächst nicht, wohl aber ihre Kinder. Während Fred mit Hilfe von Freunden untertauchte, folgte Leo dem Aufruf. Er wurde nach Schlesien deportiert, wo er Zwangsarbeit verrichten musste. Er starb 1943 an einem unbekannten Ort, taucht allerdings anderen Quellen zufolge auch in den Sterbebüchern von Auschwitz auf – mit dem Datum der Ermordung 30. April 1943. Tochter Bertha wurde mit ihrem Ehemann Joseph Sassen und den beiden Kindern Jaques und Carla im November 1942 bei einer großen Verhaftungswelle in der Provinz Limburg aufgegriffen und nach Westerbork verschleppt. Während der Vater Zwangsarbeit in Schlesien verrichten musste, die 1944 zu seinem Tod führte, wurden die restlichen Familienangehörien nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort wurden sie am 18. November 1942 ermordet. Selma Benedik heiratete 1926 Abraham Niekerk, der seinen Lebensunterhalt als Büroangestellter verdiente. Das kinderlose Paar wurde 1941 gezwungen, Beek zu verlassen und in das Jüdische Viertel in Amsterdam umzuziehen. Dort wurden sie im Herbst 1942 verhaftet und über Westerbork am 8. Dezember in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort wurden sie am 11. Dezember 1942 ermordet. Fred überlebte als einziges Kind Krieg und Verfolgung. Johanna und Jacob 1943 gab es in der Provinz Limburg nur noch alte Jüdinnen und Juden. Jacob und Johanna Benedik hatten erlebt, dass alle ihre Kinder und Enkelkinder bis auf Leo verschleppt worden waren. Sie selbst wurden am 8. April 1943 in das Konzentrationslager Vught verbracht, einen Monat später nach Westerbork. Das „Polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork“ diente als Konzentrationslager in Vorbereitung der Deportationen v.a. der jüdischen Flüchtlinge und niederländischen Jüdinnen und Juden in die Vernichtungslager. Von hier wurden zwischen 1942 und 1944 insgesamt 107.000 Jüdinnen und Juden in den Osten verschleppt – 19 Transporte mit über 34.000 Menschen verließen Westerbork mit dem Ziel Sobibor. Jacob und Johanna Benedik wurden am 11. Mai 1943 in die Mordstätte Sobibor deportiert und dort am 14. Mai ermordet. Von der kleinen jüdischen Gemeinde in Beek wurden acht Familien ermordet, zwölf überlebten in Verstecken. Verwendete Dokumente und Literatur Website des Archivs ITS Arolsen Website Joods Monument Website Stichting Sobibor van Reens, Herman, Verfolgung in Limburg. Juden und Sinti in der Provinz Limburg zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, Hilversum 2013
- Biografien-a-g | Gedenkweg in Sobibor
< zurück Biografien a - g a b c d e f g Ruth Eva Asch Next 1. Oktober 1923 Hoechst - D 23. Juli 1943 Sobibor Abraham Baruch Next 9. April 1875 Bellingwolde - NL 14. März 1943 Sobibor Bertha Baruch, geborene Jacobsohn Next 8. Mai 1871 Northeim - D 14. März 1943 Sobibor Marianne Bastheim Next 7. März 1927 Dortmund - D 4. Juni 1943 Siegfried Bastheim Next 5. Januar 1877 Hofgeismar - D 4. Juni 1943 Sobibor Walter Beck Next 6. April 1932 Magdeburg - D 28. Mai 1943 Sobibor Johanna Benedik, geborene Bruckheimer Next 18. Oktober 1875 Kühlsheim - D 14. Mai 1943 Sobibor Familie Blatt Next Izbica/ Lublin - PL 28. April 1943 Sobibor Viktor Braunsberg Next 29. März 1887 Breuna - D 3. Juni 1942 Sobibor Emilie Braunsberg, geborene Stern Next 1. Juni 1892 Betziesdorf - D 3. Juni 1942 Sobibor Albert Samuel Braunschild Next 3. Februar 1875 Nieheim - D 5. März 1943 Sobibor Emilie Braunschild, geborene Löwenstein Next 9. April 1887 Peckelsheim - D 5. März 1943 Sobibor Julius Dalberg Next 21. Mai 1882 Essentho - D 23. Juli 1943 Sobibor Bella Dalberg, geborene Nussbaum Next 28 Januar 1883 Hersfeld - D 23. Juli 1943 Sobibor Eugenie Goldstern Next 1. März 1884 Odessa - UA 8. Juni 1942 Sobibor a b c d e f g
- Nemeth-Trachtenberg | Gedenkweg in Sobibor
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