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Blogbeiträge (12)

  • 12. Juni 2026

    Schülerinnen und Schüler aus Zamość und Włodawa erinnerten an die letzten Gefangenen der Mordstätte Bełżec, die im Juni 1943 in Sobibor getötet wurden. Die Veranstaltung Der gemeinsame Besuch in Sobibór begann mit einem Rundgang über die Gedenkstätte sowie einer Führung durch die Museumausstellung. Im Anschluss versammelten sich die SchülerInnen im Gedenkweg an dem Stein für die letzten Gefangenen von Bełżec und gedachten ihnen. Die etwa 300 Gefangenen die bis zum Schluss bei den Abbruch- und Aufforstungsarbeiten in Bełżec eingesetzt waren, wurden am 26. Juni mit einem Zug nach Sobibor gebracht. Die Ankunft des Zuges in Sobibor blieb den Gefangenen dort eindrücklich in Erinnerung. Obwohl sie selbst in ihren Baracken eingeschlossen waren, nahmen sie wahr, wie die Ankommenden sich weigerten, aus den Waggons zu steigen, und die Deutschen zu attackieren versuchten. Unter anderem erinnerte sich der Sobibor-Überlebende Thomas Toivi Blatt an die Ankunft des Zuges. Er berichtete, dass sie in ihren Baracken die Schüsse gehört hätten, mit denen die Ankommenden getötet wurden. Aus dem Inhalt der Zettel, die sie später in den Kleidern der Toten fanden, konnten sie ersehen, dass es die Gefangenen aus Bełżec waren. Auf den Zetteln stand, ihnen sei erzählt worden, dass sie nach Deutschland gebracht würden. In ihren Waggons gab es Tische, und sie hatten für drei Tage ihre Brotverpflegung, Wodka und Konserven erhalten. Sollten ihre Zettel gefunden werden, so schrieben sie, wäre dies der Beweis, dass sie getäuscht wurden. „Traut den Deutschen nicht“, forderten sie die Gefangenen in Sobibor auf. Sie sollten Rache nehmen. Die Botschaft der Gefangenen aus Bełżec und ihr Angriff auf die Deutschen stärkte den Widerstandswillen in Sobibor.

  • 18. Mai 2026

    SchülerInnen aus Włodawa, Freiwillige vom Polin, dem Museum der Geschichte der polnischen Juden aus Warschau, und Angehörigen der Familie Weiler aus Deutschland haben gemeinsam vier neue Gedenksteine aufgestellt. Die Veranstaltung In der ehemaligen Synagoge von Włodawa wurden die Biografien der Familien Huberman und Brandstätter vorgestellt. Beide Familien lebten in Włodawa und wurden im Oktober 1942 in das zehn Kilometer entfernte Sobibór verschleppt. Anschließend stand das Schicksal der Familie Biskubicz im Mittelpunkt. Sie lebte in Hrubieszów. Die Eltern mit ihren zwei Kindern sowie eine Großmutter wurden im Juni 1942 nach Sobibór verschleppt. Der Sohn Jakob wurde zur Arbeit in der Mordstätte bestimmt und konnte am 14. Oktober beim Aufstand der Gefangenen fliehen. Sein Sohn Yecheal hatte für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung einen Brief geschrieben, der verlesen wurde. Im Anschluss erzählten Angehörige der Familie Weiler aus Deutschland von ihrer Großtante Lina Weiler, die im Juni 1942 in Sobibór ermordet wurde. Leib, Pearl, Jakub, Hinde Biskubicz und Großmutter Chana Sarah Szer, 1938 in Hrubieszów. Auf dem Weg nach Sobibor machten die TeilnehmerInnen Station auf dem Sportplatz von Włodawa. Dort wurden im Oktober 1942 etwa 5.000 Jüdinnen und Juden aus Włodawa und Umgebung zusammengetrieben und nach Sobibor verschleppt. Schülerinnen aus Włodawa haben einen Bericht von Sara Lustigman vorgelesen. Sie gehörte mit ihrer Schwester zu den Versammelten auf dem Sportplatz. Im Gedenkweg in Sobibor wurden die Steine für die Familien Huberman, Brandstätter, Biskubicz sowie Lina Weiler aufgestellt.

  • Bildungsreise nach Sobibór

    19. September - 26. September 2026 Seit 1998 organisiert das Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V. eine jährlich stattfindende Bildungsreise zu den Mordstätten der „Aktion Reinhardt“ – Belzec, Sobibor, Treblinka. Geprägt wird diese Bildungsreise durch den Besuch der ehemaligen Mordstätten der „Aktion Reinhardt“. Gemeinsame Rundgänge und die Möglichkeit, das Terrain individuell wahrzunehmen, ermöglichen zum einen ein Kennenlernen der Topografie und der Geschichte der Mordlager, zum anderen aber auch die Umgebung persönlich aufzunehmen und zu erfahren. Thematisiert wird auch die Geschichte und Bedeutung der sogenannten Aktion Reinhardt bei der etwa 1,8 Millionen Jüdinnen und Juden zwischen März 1942 und November 1943 ermordet wurden. Die Frage nach den Täter*innen, den Mitwisser*innen und Zuschauer*innen begleitet uns während der Bildungsreise. Die große Zahl der Mitwisser*innen und Zuschauer*innen beim Mord an der jüdischen Bevölkerung stellt die Frage der Schuld nicht nur mit Blick auf die direkten Täter. Wir stellen uns darüber hinaus die Frage, wie und wo die Menschen vor ihrer Ermordung lebten und wie die Jahre der deutschen Besatzung ihre Lebenswelt veränderte. Mehr Informationen zu der Bildungsreise können sie lesen: https://bildungswerk-ks.de/reise/mordstatten-der-aktion-reinhardt/

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  • Bastheim | Gedenkweg in Sobibor

    < zurück vorherige Marianne Bastheim geboren am 7. März 1927 in Dortmund, Nordrhein-Westfalen, Deutschland ermordet am 4. Juni 1943 im deutschen Mordlager Sobibor Familie Vater: Siegfried Bastheim geboren am 5. Januar 1877 in Hofgeismar, Hessen, Deutschland ermordet am 4. Juni 1943 im deutschen Mordlager Sobibor Mutter: Ernestine, Rufname Erna Bastheim, geborene Sachs geboren am 12. November 1891 in Breslau, Schlesien ermordet 1942 im deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau Bruder: Paul Werner Bastheim geboren am 28. Januar 1924 in Dortmund, Nordrhein-Westfalen, Deutschland ermordet 1942 im deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau Schwester: Johanna Bastheim geboren am 11. Januar 1926 in Dortmund, Nordrhein-Westfalen, Deutschland ermordet 1942 im deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau Lebensdaten 1924 Geburt des Bruders Paul Werner in Dortmund 1926 Geburt der Schwester Johanna in Dortmund 1927 Geburt in Dortmund 1928 Umzug der Familie nach Dortmund-Hörde 1932 Konkurs des väterlichen Betriebes 1932 Umzug nach Herdecke 1934 Flucht nach Den Haag/Niederlande ? Arbeit des Vaters als Importeur ? Schulbesuch 1941 Umzug nach Bussum ? Ausbildung des Bruders Paul Werner zum Elektriker 1942 Verschleppung der Mutter, der Schwester und des Bruders nach Westerbork 1942 Verschleppung zusammen mit ihrem Vater ins Ghetto Asterdorp 1942 Verschleppung der Mutter, der Schwester und des Bruders von Westerbork nach Auschwitz-Birkenau 1942 Ermordung der Mutter und Schwester in Auschwitz-Birkenau 1942 Flucht, erneute Festnahme und Tod des Bruders in Auschwitz 1943 Verschleppung zusammen mit ihrem Vater nach Westerbork 1943 Verschleppung und Ermordung zusammen mit ihrem Vater in Sobibor nächste Biografie Marianne Bastheim wurde als jüngstes Kind von Siegfried und Ernestine Bastheim in Dortmund geboren. Dort verbrachte sie auch die ersten Jahre ihres Lebens. Ihre Eltern hatten 1921 geheiratet. Die Mutter war Ernestine Sachs, die aus Breslau stammte. Ihr Vater Siegfried Bastheim, stammte aus Hofgeismar. Er hatte die Maschinenbauschule besucht und war Ingenieur von Beruf. Die Familie wohnte seit 1910 in Dortmund. Der Vater betrieb dort in der Münsterstraße 259 eine Kettenfabrik. 1928 zog die Familie in den Dortmunder Süden nach Hörde. Marianne hatte zwei ältere Geschwister, ihre Schwester Johanna war ein Jahr älter als sie, ihr Bruder Paul Werner war bei ihrer Geburt bereits drei Jahre alt. Nachdem die Firma des Vaters 1932 in Konkurs ging, zog die Familie ins benachbarte Herdecke. Flucht in die Niederlande Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 bereitete der Vater die Emigration für seine Familie vor. 1934 wanderten sie in die Niederlande aus und ließen sich dort in Den Haag nieder. Der Vater arbeitete als Importeur für technische Artikel. Marianne, Schwester Johanna und ihr Bruder Paul Werner besuchten die Schule in Den Haag. Mit der Besatzung der Niederlande durch die Nationalsozialisten im Mai 1940 veränderte sich die Situation der Familie drastisch. 1941 mussten sie nach Bussum umziehen. Paul Bastheim machte eine Ausbildung zum Elektriker. Im Sommer 1942 wurde die Familie dann getrennt. Die Mutter und ihr Bruder Paul-Werner und ihre Schwester Johanna wurden im polizeilichen Durchgangslager Westerbork interniert. Ihr Vater und sie selbst wurden in das Ghetto Asterdorp im Norden Amsterdams gebracht. Das „Polizeiliche Judendurchgangslager Kamp Westerbork“ diente als Konzentrationslager in Vorbereitung der Deportationen v.a. der jüdischen Flüchtlinge und niederländischen Jüdinnen und Juden in die Vernichtungslager. Von hier wurden zwischen 1942 und 1944 107.000 Jüdinnen und Juden in den Osten verschleppt – 19 Transporte mit über 34.000 Menschen verließen Westerbork mit dem Ziel Sobibor. 65 Transporte mit 57.000 Jüdinnen und Juden verließen Westerbork mit dem Ziel Auschwitz-Birkenau. Die Verschleppung der Familie Die Mutter, ihr Bruder Paul Werner und ihre Schwester Johanna blieben nur kurze Zeit in Westerbork. Am 10. August 1942 wurden sie in das deutsche Konzentrations- und Todeslager Auschwitz verschleppt. Hier verlieren sich die Spuren der Mutter und der Schwester. Es ist davon auszugehen, dass sie noch am Tag ihrer Ankunft in Auschwitz ermordet wurden. Vom 18-jährigen Bruder Paul Werner Bastheim wurde ins Lager aufgenommen und erhielt die Häftlingsnummer 57926. Von ihm ist bekannt, dass er vier Tage nach seiner Ankunft in Auschwitz entflohen ist. Nur einen Tag später wurde er in der 35 Kilometer entfernten Stadt Mislowitz, heute Myslowice, aufgegriffen und dort eingesperrt. Man brachte ihn wieder zurück nach Auschwitz, wo er ins Lagergefängnis, dem sogenannten Bunker in Block 11, eingesperrt wurde. Nach drei Tagen Bunkerhaft wurde er in die Strafkompanie versetzt, sein weiteres Schicksal ist nicht bekannt. Die Versetzung in die Strafkompanie bedeutete wegen der extrem harten Lebens- und Arbeitsbedingungen den sicheren und schnellen Tod. Marianne und ihr Vater Siegfried Bastheim wurden am 25. Mai 1943 in das polizeiliche Durchgangslager Westerbork gebracht. Nach nur fünf Tagen, am 1. Juni, wurden auch sie in Viehwaggons gepfercht. Am 4. Juni erreichte der Zug mit weiteren 3004 Kindern, Frauen und Männern das Mordlager Sobibor. Siegfried Bastheim und seine 16-jährige Tochter Marianne wurden unmittelbar nach ihrer Ankunft ermordet. Verwendete Dokumente und Literatur Bundesarchiv Gedenkbuch Joods Monument ITS Archiv Arlosen Heimatverein Herdecke Hans Peter Klein zu Paul Werner Bastheim Danuta Czech, Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939 – 1945, 1989

  • Biografien-a-g | Gedenkweg in Sobibor

    < zurück Biografien a - g a b c d e f g Ruth Eva Asch Next 1. Oktober 1923 Hoechst - D 23. Juli 1943 Sobibor Abraham Baruch Next 9. April 1875 Bellingwolde - NL 14. März 1943 Sobibor Bertha Baruch, geborene Jacobsohn Next 8. Mai 1871 Northeim - D 14. März 1943 Sobibor Marianne Bastheim Next 7. März 1927 Dortmund - D 4. Juni 1943 Sobibor Siegfried Bastheim Next 5. Januar 1877 Hofgeismar - D 4. Juni 1943 Sobibor Walter Beck Next 6. April 1932 Magdeburg - D 28. Mai 1943 Sobibor Johanna Benedik, geborene Bruckheimer Next 18. Oktober 1875 Kühlsheim - D 14. Mai 1943 Sobibor Familie Blatt Next Izbica/ Lublin - PL 28. April 1943 Sobibor Viktor Braunsberg Next 29. März 1887 Breuna - D 3. Juni 1942 Sobibor Emilie Braunsberg, geborene Stern Next 1. Juni 1892 Betziesdorf - D 3. Juni 1942 Sobibor Albert Samuel Braunschild Next 3. Februar 1875 Nieheim - D 5. März 1943 Sobibor Emilie Braunschild, geborene Löwenstein Next 9. April 1887 Peckelsheim - D 5. März 1943 Sobibor Baruch Cukierman Next 1935 Kurów - PL Mai 1942 Sobibor Khanale Cukierman Next 1936 Kurow - PL Mai 1942 Sobibor Rivka Cukierman Next 1937 Kurów - PL Mai 1942 Sobibor Sara Cukierman Next 1902 Kurów - PL Mai 1942 Sobibor Julius Dalberg Next 21. Mai 1882 Essentho - D 23. Juli 1943 Sobibor Bella Dalberg, geborene Nussbaum Next 28 Januar 1883 Hersfeld - D 23. Juli 1943 Sobibor Heniek Hershel Felenbaum Next 1928 Lublin - PL Dezember 1942 Sobibor Hans-Lion Frankenberg Next 8. Januar 1904 Alkmaar - NL 23. Juli 1942 Sobibor Gertrude Klara Frankenberg, geborene Goldschmidt Next 2. Januar 1907 Frankfurt/M - D 23. Juli 1943 Sobibor Cäcilie Frankenberg, geborene Wolf Next 9. Mai 1875 Wuppertal - D 23. Juli 1943 Sobibor Eugenie Goldstern Next 1. März 1884 Odessa - UA 8. Juni 1942 Sobibor Hans-Josef Gutmann Next 18. August 1922 Krefeld - D 1942 Sobibor Jeanette Gutmann Next 26. Mai 1888 Mühlheim an der Ruhr - D 1942 Sobibor a b c d e f g

  • Felenbaum | Gedenkweg in Sobibor

    < zurück vorherige Heniek Hershel Felenbaum geboren 1928 in Lublin, Woiwodschaft Lublin, Polen ermordet im Dezember 1942 in der deutschen Mordstätte Sobibor Familie Mutter Henia Felenbaum, geb Flantzman geboren 1894 in Lublin, Woiwodschaft Lublin, Polen ermordet 1942 in Sobibor Vater Moshe Felenbaum geboren 1892 in Lublin, Woiwodschaft Lublin, Polen ermordet 1942 in Sobibor Schwester Hella Weiss, geb. Felenbaum geboren am 25. November 1925 in Lublin, Woiwodschaft Lublin, Polen gestorben 1998 in Gedera, Israel Bruder Shimon Shimek Felenbaum geboren 1921 in Lublin, Woiwodschaft Lublin, Polen ermordet 1942 in Sobibor Lebensdaten 1928 Geburt in Lublin 1940 Verhaftung und Zwangsarbeit in Siedliszcze 1941 Verschleppung nach Krychów 1942 Deportation nach Sobibor und Ermordung nächste Hella Weis, Henieks Schwester Biografie Heniek Felenbaum wurde 1928 in Lublin geboren. Er hatte zwei Geschwister: Seine Schwester Hella, die 1925 zur Welt kam und Shimon, geboren 1921, sein älterer Bruder. Er wuchs mit seinen Eltern und Geschwistern in geordneten bürgerlichen Verhältnissen in Lublin auf. Verfolgung und Verschleppung Mit dem Überfall der Deutschen Wehrmacht auf Polen im September 1939 veränderten sich die Lebensbedingungen der polnischen Jüdinnen und Juden dramatisch. Die einzige Überlebende der Familie, Hella, berichtete 1968 davon, dass sie mit den Eltern und ihren beiden Brüdern im Winter 1940 von den deutschen Besatzern verhaftet und in das Arbeitslager Siedliszcze bei CheƗm verschleppt wurden, zusammen mit vielen anderen Jüdinnen und Juden aus Lublin. Dort wurden sie zu Entwässerungsarbeiten zwangsverpflichtet. Heniek war damals 12 Jahre alt. 1941 gab es eine Selektion: Eine Gruppe von älteren Gefangenen, darunter auch ihre Eltern, wurden in das Lager Krychów gebracht. Das Lager Siedliszcze existierte von 1940 bis 1942. Insgesamt wurden hier etwa 5.500 Jüdinnen und Juden interniert. Im Lager grassierte wegen der fürchterlichen Lebensbedingungen unter anderem Typhus. Ab Mai 1942 begannen die Deutschen mit Deportation. Henia und Moshe Felenbaum wurden 1942 von dort nach Sobibor deportiert und ermordet. Das Schicksal von Heniek und seinen Geschwistern Hella und ihre beiden Brüder Heniek und Shimon wurden in ein weiteres Arbeitslager in Staw nahe CheƗm verschleppt. Dort waren sie in einer Mühle untergebracht und mussten Zwangsarbeit verrichten. Das Lager wurde kurz vor Weihnachten 1942 aufgelöst. Auf Fuhrwerken wurden sie nach Sobibor transportiert. Sein 21-jähriger Bruder Shimek versuchte auf der Fahrt eine Flucht und wurde von einem Aufseher des Transports erschossen. Heniek wurde unmittelbar nach seiner Ankunft in Sobibor ermordet. Schwester Hella Hella wurde in Sobibor zusammen mit anderen jungen Frauen zur Arbeit ausgesucht. Sie musste in den kommenden Monaten in der Strickstube des Lagers, später in der Wäscherei und schließlich in der Gärtnerei des Lagers arbeiten. Beim Aufstand in Sobibor am 14. Oktober 1943 gelang ihr die Flucht aus dem Lager. Mit anderen Geflüchteten hielt sie sich in den Wäldern der Umgebung auf, bis sie auf eine Gruppe russischer Partisanen traf, denen sie sich anschloss. Mit dem Vormarsch der Roten Armee in das Deutsche Reich wurde sie Teil der kämpfenden Truppe und mehrfach verwundet. Nach dem Krieg lernte sie ihren späteren Ehemann in der Tschechoslowakei kennen. Beide emigrierten nach Israel, wo sie 1998 in Gedera starb. Verwendete Dokumente und Literatur sobiborinterviews.nl Miriam Novitch: Sobibor – Lager des Todes und des Aufstands, Tel Aviv 1979. Von Lublin nach Sobibor: Zeugnis von Hela Felenbaum-Weiss

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