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  • Jeidels-Stamm | Gedenkweg in Sobibor

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  • Biografien all | Gedenkweg in Sobibor

    < zurück Biografien all a b c d a Asch Ruth Eva Hoechst - D 1. Oktober 1923 23. Juli 1943 Sobibor Next Baruch Abraham Hoechst - D 9. April 1875 23. Juli 1943 Sobibor Next Baruch, geborene Jacobsohn Bertha Hoechst - D 8. Mai 1871 23. Juli 1943 Sobibor Next Beck Walter Hoechst - D 6. April 1932 23. Juli 1943 Sobibor Next Braunsberg Viktor Hoechst - D 29. März 1887 23. Juli 1943 Sobibor Next Braunsberg, geborene Stern Emilie Hoechst - D 1. Juni 1892 23. Juli 1943 Sobibor Next Braunschild Albert Samuel Hoechst - D 3. Februar 1875 23. Juli 1943 Sobibor Next Braunschild, geborene Löwenstein Emilie Hoechst - D 9. April 1887 23. Juli 1943 Sobibor Next Dalberg Julius Hoechst - D 21. Mai 1882 23. Juli 1943 Sobibor Next Dalberg, geborene Nussbaum Bella Hoechst - D 28 Januar 1883 23. Juli 1943 Sobibor Next Goldstern Eugenie Hoechst - D 1. März 1884 23. Juli 1943 Sobibor Next Hamberg Susanne Hoechst - D 11. August 1929 23. Juli 1943 Sobibor Next Hamberg Moritz Hoechst - D 15. Juli 1885 23. Juli 1943 Sobibor Next Hecht Frida Hoechst - D 23. Juli 1888 23. Juli 1943 Sobibor Next Hellmann Bernhard Wolfgang Hoechst - D 7. November 1903 23. Juli 1943 Sobibor Next Hohenberg, geborene Levy Ella Hoechst - D 13. Mai 1882 23. Juli 1943 Sobibor Next Höflich Gerda Hoechst - D 7. Juni 1932 23. Juli 1943 Sobibor Next Isenberg Emilie Hoechst - D 18. August 1883 23. Juli 1943 Sobibor Next Jastrow Gertrude Emilie Hoechst - D 25. Dezember 1895 23. Juli 1943 Sobibor Next Jonas Simon Sigismund Hoechst - D 13. Februar 1866 23. Juli 1943 Sobibor Next Jonas, geborene Loewental Laura Hoechst - D 23. Oktober 1867 23. Juli 1943 Sobibor Next Karlsberg Moses Hoechst - D 26. April 1865 23. Juli 1943 Sobibor Next Karlsberg, geborene Simon Bertha Emilie Hoechst - D 12. November 1872 23. Juli 1943 Sobibor Next Katz Nathan Hoechst - D 24. Juli 1873 23. Juli 1943 Sobibor Next Katz , geborene Aschoff Rosa Hoechst - D 7. Juni 1879 23. Juli 1943 Sobibor Next Leviticus-Mansbach Beate Hildegard Hoechst - D 4. Februar 1916 23. Juli 1943 Sobibor Next Lewandowski, geborene Mecca `Lina´ Caroline Hoechst - D 2. Februar 1875 23. Juli 1943 Sobibor Next Lichtenstein Inge Hoechst - D 4. Februar 1930 23. Juli 1943 Sobibor Next Lichtenstein Meinhard Hoechst - D 5. Juni 1886 23. Juli 1943 Sobibor Next Lichtenstein, geborene Frankenthal Käthe Hoechst - D 18. März 1892 23. Juli 1943 Sobibor Next Lieberg Ralf Michael Hoechst - D 16. Mai 1933 23. Juli 1943 Sobibor Next Lieberg Wilhelm Hoechst - D 19. Dezember 1893 23. Juli 1943 Sobibor Next Lieberg, geborene Hirsch Hertha Hoechst - D 26. Oktober 1898 23. Juli 1943 Sobibor Next Mansbach Leopold Louis Hoechst - D 7. Januar 1877 23. Juli 1943 Sobibor Next Mansbach, geborene Eichengrün Rosa Rosalie Hoechst - D 18. Februar 1885 23. Juli 1943 Sobibor Next Meyer Siegbert Hoechst - D 3. April 1898 23. Juli 1943 Sobibor Next Meyer, geborene Neuhaus Berta Hoechst - D 12. September 1898 23. Juli 1943 Sobibor Next Michel Lieselotte Hoechst - D 5. Juli 1926 23. Juli 1943 Sobibor Next Michel, geborene Meyerhoff Erna Rosa Hoechst - D 4. November 1894 23. Juli 1943 Sobibor Next Ochs Rosi Hanna Hoechst - D 26. Juni 1929 23. Juli 1943 Sobibor Next Pardis Selma Hoechst - D 24. April 1880 23. Juli 1943 Sobibor Next Rosenstock Rosa Hoechst - D 1. April 1882 23. Juli 1943 Sobibor Next Rosenthal Alma Hoechst - D 15. März 1895 23. Juli 1943 Sobibor Next Rosenthal Rosalie Rosa Hoechst - D 15. November 1886 23. Juli 1943 Sobibor Next Seelenfreund Yvonne Hoechst - D 22. November 1936 23. Juli 1943 Sobibor Next Simon Werner Hoechst - D 7. Februar 1920 23. Juli 1943 Sobibor Next Valk 'Leni' Magdalena Hoechst - D 28. September 1933 23. Juli 1943 Sobibor Next zzz aaa Hoechst - D aaa 23. Juli 1943 Sobibor Next b c d

  • Tijn van-Jong de | Gedenkweg in Sobibor

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  • Isenberg | Gedenkweg in Sobibor

    < zurück vorherige Emilie Isenberg geboren am 18. August 1883 in Volkmarsen, Hessen, Deutschland ermordet am 03. Juni 1942 in der deutschen Mordstätte Sobibor Familie Mutter: Sara Isenberg, geborene Neumark geboren am 4. Juli 1854 in Rothenkirchen, Hessen, Deutschland verstorben am 01. Juli 1925 in Volkmarsen, Hessen, Deutschland Vater: Julius Isenberg geboren am 16. September 1845 in Volkmarsen, Hessen, Deutschland verstorben am 31. Juli 1911 in Volkmarsen, Hessen, Deutschland Schwester: Johanna Isenberg geboren am 3. Oktober 1880 in Volkmarsen, Hessen, Deutschland verstorben am 24. Oktober 1904 in Volkmarsen, Hessen, Deutschland Bruder: Hermann Isenberg geboren 1882 in Volkmarsen, Hessen, Deutschland verstorben im Alter von wenigen Monaten Bruder: Sally Isenberg geboren am 26. Oktober 1885 in Volkmarsen, Hessen, Deutschland verstorben am 22. August 1925 in Volkmarsen, Hessen, Deutschland Lebensdaten 1880 Geburt der Schwester Johanna 1882 Geburt und Tod des Bruders Hermann 1883 Geburt in Volkmarsen als drittes Kind 1885 Geburt des Bruders Sally 1904 Tod der Schwester Johanna 1911 Tod des Vaters Julius Isenberg 1925 Tod der Mutter Sara, geborene Neumark 1925 Tod des Bruders Sally 1940 Enteignung und Einquartierung bei ihren jüdischen Nachbarn 1942 Deportation und Ermordung in der Mordstätte Sobibor nächste Biografie Ab dem 17 Jahrhundert lebten jüdische Familien in Volkmarsen. Seit den 1830er Jahren gab es am Ort eine Synagoge, die 1936 verkauft wurde. 1932 existierten zwei jüdische Wohltätigkeitsvereine und es gab einen Lehrer für jüdische Religion. Die meisten Volkmarser Juden trieben Handel oder waren Handwerker. Im 1. Weltkrieg verloren fünf Volkmarser Juden ihr Leben. 1933 hatte Volkmarsen 34 jüdische Bürgerinnen und Bürger, 22 von ihnen sind Opfer des Holocaust. Emilie Isenberg wurde als drittes Kind von Sara und Julius Isenberg in Volkmarsen geboren. Ihr Vater stammte aus einer Metzgerfamilie und war auch selbst von Beruf Metzger. Emilies ältere Schwester Johanna war bereits 1880 geboren und verstarb am 24. 10. 1904, da war Emilie Isenberg 21 Jahre alt. Ihr älterer Bruder Hermann wurde 1882 geboren, er starb bereits im Säuglingsalter. 1885 wurde ihr jüngerer Bruder Sally geboren. Auch er verstarb früh, am 22. August 1925. Im selben Jahr ist auch der Tod ihrer Mutter verzeichnet, sie verstarb nur wenige Tage vor ihrem jüngsten Sohn. Ab 1925 lebte Emilie Isenberg als Alleinstehende in Volkmarsen. Sie bewohnte das Haus der Familie an der Oberen Stadtmauer Nr. 36, für das in den Wiedergutmachungsakten von 1971 ein Wert von 6500 RM angegeben wurde. Das Haus wurde enteignet, ab 1940 war Emilie Isenberg bei den jüdischen Nachbarn Lichtenstein gemeldet. Über das Leben von Emilie Isenberg ist nur wenig bekannt. Deportation und Ermordung Im Frühjahr 1942 erhielt auch Emilie Isenberg die Mitteilung über ihre geplante „Umsiedlung in den Osten“. Sie musste sich am 31. Mai 1942 nach Kassel begeben. Am Morgen des 1. Juni 1942 wurde sie mit insgesamt 508 jüdischen Kindern, Frauen und Männern aus dem Geheimen Staatspolizei-Bezirk Kassel von der „Sammelstelle“ in der Schillerstraße zum nahen Hauptbahnhof geführt, wo der Sonderzug „Da 57“ bereitstand. Die Streckenführung von „Da 57“ verlief von Hanau u.a. über Kassel und Halle nach Sobibor. Mit diesem Deportationszug wurden etwa 1.000 Juden und Jüdinnen aus über siebzig verschiedenen Orten v.a. aus Hessen und Sachsen-Anhalt in den Osten verschleppt. Der Zielbahnhof des Transportes war Izbica. Izbica war ein jüdisches Sztetl im „Distrikt Lublin“, mit etwa 7.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, davon 80 Prozent jüdischen Glaubens. Izbica war für insgesamt 27.000 Jüdinnen und Juden eines von über zwanzig „Durchgangsghettos“ im „Distrikt Lublin“ im Generalgouvernement. Hier wurden die verschleppten Jüdinnen und Juden für die geplante Ermordung konzentriert und in neuen Transporten zusammengefasst, damit einhergehend wurden hier die Todgeweihten ihrer letzten kläglichen Habe beraubt. Ab Juni 1942 fuhr kein Deportationszug mehr zu einem Transitghetto, sondern direkt zu den Endstationen. In Izbica kamen etwa 7.500 Jüd*innen aus dem Deutschen Reich an, etwa 20.000 kamen aus Österreich, Tschechien, der Slowakei und Luxemburg. Das tatsächliche erste Ziel des Sonderzugs „Da 57“ war nicht wie angegeben Izbica, sondern das Anschlussgleis zum Zwangsarbeitslager „Alter Flughafen“ in Lublin. Dort wurden aus dem Transport etwa 115 junge, starke Männer zur Zwangsarbeit für das Todes- und Konzentrationslager Majdanek ausgewählt und hier wurden die Gepäckwagen mit dem schweren Gepäck abgekoppelt. Da 57 fuhr anschließend direkt nach Sobibor weiter, wo er am 3. Juni 1942 ankam; Emilie Isenberg wurde unmittelbar nach ihrer Ankunft in Sobibor ermordet. Verwendete Dokumente und Literatur Website des Archivs ITS Arolsen Website Gedenkbuch des Bundesarchivs Hessisches Archiv, HHSTAW, Bestand 365, Nr. 842 (Transskript Grabinschriften Jüdischer Friedhof Volkmarsen)

  • Meyer, geborene Stern | Gedenkweg in Sobibor

    < zurück vorherige Sophie Meyer geboren am 28. Dezember 1892 in Allendorf, Hessen, Deutschland ermordet am 28. Mai 1943 in der deutschen Mordstätte Sobibor Familie Ehemann Levi Leo Meyer geboren am 4. Juli 1890 in Grebenau, Hessen, Deutschland ermordet am 28. Mai 1943 in der Mordstätte Sobibor Tochter Berta Meyer geboren am 21. April 1927 in Kassel, Hessen, Deutschland ermordet am Mai 1943 in der Mordstätte Sobibor Sohn Meinhard Meyer geboren am 16. Februar 1924 in Kassel, Hessen, Deutschland ausgewandert im Januar 1938 in die USA gestorben 1998 in Louisville, USA Lebensdaten 1892 Geburt in Allendorf 1921 Heirat mit Levi Leo Meyer aus Grebenau 1924 Geburt des Sohnes Meinhard 1927 Geburt der Tochter Berta 1937 Flucht eines Schwagers in die USA 1938 Flucht des Sohnes Meinhard in die USA 1938 Inhaftierung des Ehemannes im Konzentrationslager Buchenwald 1938 Berufsverbot und Enteignung 1939 Verschickung der Tochter Berta mit einem Kindertransport in die Niederlande 1940 Erteilung eines Visums für die USA 1940 Einstellung des transatlantischen Schiffverkehrs am Tag ihrer geplanten Abreise 1940 die Familie lässt sich in Amsterdam nieder 1943 Inhaftierung in den Konzentrationslagern Kamp Vught und Westerbork 1943 Deportation und Ermordung in der Mordstätte Sobibor nächste Sophie und ihr Ehemann Levi Sohn Meinhard, Sophie und Ehemann Levi Sophie mit ihrem Sohn Meinhard auf dem Arm Sophies Kinder Berta und Meinhard Gedenkstein für Sophie und Levi Meyer Biografie Sophie Stern wuchs als Tochter von Meier Stern und Berta Kugelmann im hessischen Stadtallendorf auf. In Stadtallendorf waren seit dem 18. Jahrhundert einige wenige jüdische Familien wohnhaft. Dennoch gab es einen Betraum, eine jüdische Schule, ein rituelles Bad und einen Friedhof . Im Ersten Weltkrieg verloren drei jüdische Männer aus Stadtallendorf ihr Leben. Die Familie von Sophie Stern betrieb Viehhandel und eine Metzgerei. Sophie Stern hatte weitere sechs Geschwister. Drei von ihnen wanderten mit unbekanntem Datum in die USA bzw. nach Australien aus. Ihre ältere Schwester Katinka Michel geb. Stern (geb. 1884) kam im Ghetto Litzmannstadt ums Leben. Das Schicksal der übrigen Geschwister ist nicht bekannt. 1921 heiratete Sophie und wohnte mit ihrem Ehemann Levi Meyer in Kassel. Den Unterhalt für die Familie verdiente ihr Ehemann als Schneider, Sophie Meyer arbeitete im gemeinsamen Geschäft. Ihre beiden Kinder Berta und Meinhard wurden 1924 und 1927 geboren. Leben in Kassel 1921 heiratete Sophie und wohnte mit ihrem Ehemann Levi Meyer in Kassel. Den Unterhalt für die Familie verdiente ihr Ehemann als Schneider, Sophie Meyer arbeitete im gemeinsamen Geschäft. Ihre beiden Kinder Berta und Meinhard wurden 1924 und 1927 geboren. In Kassel traf sie auf eine große städtische jüdische Gemeinde mit fast 3.000 Mitgliedern. Die jüdischen Bewohnerinnen und Bewohner trugen zum wirtschaftlichen, geistigen und kulturellen Leben der Stadt bei. Das städtische Judentum setzte sich vor allem aus assimilierten und liberalen Jüdinnen und Juden aber auch strenggläubigen zusammen. In Kassel gab es seit Mitte des 19. Jahrhunderts eine große Synagoge für die Mehrheit der Gemeinde und eine kleine für orthodox orientierte Juden. Zum jüdischen Leben in Kassel zählten u.a. ein Krankenhaus, ein Altersheim, ein Waisenhaus, ein Kinderhort und eine jüdische Schule, die 1933 noch von 176 Kindern besucht wurde. Viele Gemeindemitglieder engagierten sich in Wohltätigkeits- und anderen Vereinen und Einrichtungen. Im Ersten Weltkrieg fielen 62 jüdische Männer aus Kassel. Mit der Machtübergabe an die Nationalsozialisten im Jahr 1933 nahmen Hetze, Ausgrenzung, Verfolgung, Berufs- und Handelsverbote und der Raubzug gegen die jüdische Bevölkerung ständig zu. Bis 1937 wanderten etwa 400 Kasseler Jüdinnen und Juden aus. Die Folgen der antijüdischen Politik wirkten sich auf das Geschäft der Familie Meyer spürbar aus und ihre finanzielle Situation verschlechterte sich; sie verloren ihre Kunden. Auch Levi und Sophie Meyer dachten über Auswanderung nach. Die Kinder von Sophie Meyer, Meinhard und Berta, besuchten ab 1930 bzw. 1933 die jüdische Volksschule in Kassel. Oft waren sie auf dem Schulweg den Beleidigungen der Hitlerjugend-Jungen ausgesetzt. Im Jahr 1937 erhielt der 13 Jahre alte Meinhard ein Visum für die USA, geholfen hatte ein Onkel, der ein Jahr vorher in die USA geflohen war. Ende 1937 brachte der Vater Meinhard zum Hamburger Hafen. Meinhard erreichte am 12. Januar 1938 New York. Die restliche Familie bewarb sich ebenfalls um ein Visum für die USA. Reichspogromnacht November 1938 In der Reichspogromnacht 1938 wurde die Große Synagoge in Kassel demoliert und später abgerissen. Es wurden jüdische Geschäfte und Einrichtungen verwüstet und geplündert, initiiert von SS und der Geheimen Staatspolizei, begleitet von einem Publikum aus Hunderten von nichtjüdischen Bürgerinnen und Bürgern. In den folgenden Tagen wurden 250 jüdische Männer ins Konzentrationslager Buchenwald verschleppt und dort wochenlang festgehalten. Sophie Meyers Ehemann Levi war einer von ihnen. Nach den bedrohlichen Ereignissen der Reichspogromnacht in Kassel, entschieden sich Levi und Sophie sicherlich schweren Herzens, ihre erst elf Jahre alte Tochter Berta mit einem Kindertransport in die Niederlande zu schicken. Am 3. Januar 1939 verließ die Tochter Kassel in Richtung Amsterdam. Die kleine Berta lebte in den folgenden Monaten in verschiedenen Kinderheimen in den Niederlanden. ersehntes Visum und gescheiterte Flucht in die USA Schließlich bekam die Familie die begehrten Einreisebewilligung für die USA. Im April 1940 reisten sie, mit ihren Schiffspassagen im Gepäck, nach Rotterdam in den Niederlanden. Der Einmarsch der deutschen Wehrmacht am 10. Mai 1940 in die Niederlande am Tag vor ihrer Abreise vereitelte jedoch tragischerweise ihre Abfahrt. Der transatlantische Schiffsverkehr wurde eingestellt. Ihre Tickets für die Überfahrt verfielen. Die Familie kehrte nicht nach Kassel zurück und lebte in den nächsten zweieinhalb Jahren in Amsterdam. Die Tochter Berta zog nun wieder zu ihnen. Ab 1941 waren sie in Amsterdam in der Plantage Badlaan 19 ansässig, ihre letzte Meldeadresse war in der Plantage Kerklaan 3. Mit ihnen lebten zu diesem Zeitpunkt bis zu 50.000 deutsche Jüdinnen und Juden in den Niederlanden, sie waren seit 1933 legal oder illegal eingewandert. Die Integration der Flüchtlinge wurde in den Niederlanden schon ab Ende der 30er Jahre erschwert. Emigranten erhielten zu dieser Zeit keine Arbeitserlaubnis und waren oftmals von Hilfsorganisationen abhängig. Mit der Besetzung durch die deutsche Wehrmacht im Mai 1940 verschärfte sich die Situation zusehends. Die Ausgrenzung, Entrechtung, Beraubung und Verfolgung, die die deutschen Juden und Jüdinnen bereits im Deutschen Reich mitgemacht hatten, mussten sie nun ein zweites Mal in den Niederlanden erleben. Verschleppung nach Sobibor Im Februar 1943 erhielten Sophie, Berta und Levi Meyer aus Kassel den Aufruf, sich in der Hollandsche Schouwburg zu melden. Dieses ehemalige Theater diente den deutschen Besatzern ab Sommer 1942 als Sammelstelle für Jüdinnen und Juden aus Amsterdam. Wenn sie sich nicht freiwillig meldeten, wurden sie bei Razzien in ihren Wohnungen, an ihren Arbeitsplätzen und auf der Straße von deutschen und niederländischen Polizisten aufgegriffen und zur Sammelstelle gebracht. Die Familie Meyer musste sich per Bahn von Amsterdam nach Vught begeben und wurde dort am 24. Februar 1943 ins Konzentrationslager Kamp Vught, von den Deutschen s’Hertogenbusch genannt, eingewiesen. Drei Monate später, am 23. Mai 1943 wurden sie von Vught aus in das Lager Westerbork verschleppt. Das „Polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork“ diente als Konzentrationslager in Vorbereitung der Deportationen v.a. der jüdischen Flüchtlinge und niederländischen Jüdinnen und Juden in die Vernichtungslager. Von hier wurden zwischen 1942 und 1944 insgesamt 107.000 Menschen in den Osten verschleppt - 19 Transporte mit über 34.000 Menschen verließen Westerbork mit dem Ziel Sobibor. Am 25. Mai 1943 mussten Sophie und Levi und die nun sechzehnjährige Tochter Berta im 13. Transport zusammen mit 2859 weiteren Jüdinnen und Juden die Fahrt nach Sobibor antreten. Die Fahrt im Viehwaggon dauerte drei Tage. Berta Meyer und ihre Eltern wurden nach ihrer Ankunft, am 28. Mai 1943, im Todeslager Sobibor ermordet. Verwendete Dokumente und Literatur Interview: Interview mit Meinhardt Meyer; USC Shoah Foundation, 29.4.1996 in Louisville, Kentucky, USA Website zu Kindertransporten in die Niederlande Website Joodsmonument Website des Archivs ITS Arolsen Website Gedenkbuch des Bundesarchivs Website Statistik des Holocaust Website Geschichte jüdischer Gemeinden - Kassel Gottwald, Alfred/ Schulle, Diane, Die „Judendeportationen“ aus dem Deutschen Reich 1941-1945, 2005 Hänschen, Steffen, Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust, 2018 Kammler, Jörg, u.a., Hg., Volksgemeinschaft und Volksfeinde, Kassel 1933 – 1945, Bd. I und II, 1984 und 1987 Kingreen, Monika u.a., Hanauer Juden 1933-1945, Entrechtung, Verfolgung, Deportation, 1998 Kleinert, Beate und Prinz, Wolfgang ,Namen und Schicksale der Juden Kassels. Ein Gedenkbuch, Magistrat der Stadt Kassel – Stadtarchiv, Hg.,1986 Thiele, Helmut, Die jüdischen Einwohner zu Kassel, 2006

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